Operationen im Krankenhaus mit anschließendem Bluterguss

Eine Operation, ganz gleich ob großer oder kleiner Eingriff, ist nicht gerade das, was man sich wünscht. Ist die OP überstanden, ist man erstmal heilfroh. Nun kann es ja eigentlich nur noch besser werden.

Doch was ist, wenn man feststellt, dass sich an der operierten Stelle oder direkt daneben ein Bluterguss bildet? Ist ein Bluterguss nach einer OP normal?

Wann sollte man den Arzt auf einen Bluterguss nach einer OP ansprechen? Und was kann man tun, wenn man einen Bluterguss nach einer Operation entdeckt?

Bluterguss nach Operation
Bluterguss nach Knie-Operation Copyright: Patcharapa bigstockphoto

Bluterguss nach Operation – Faktenblock:

  • gelangt Blut aus den Adern in das Gewebe entstehen Blutergüsse
  • Operationen haben vermehrte Blutungen und Nachblutungen zur Folge, sodass die Bildung von Blutergüssen begünstigt wird
  • Ein Bluterguss nach einer Operation ist erstmal eine harmlose Begleiterscheinung. Trotzdem sollte er genau beobachtet werden
  • Treten nach erstem Abklingen des Blutergusses Schwellungen und Schmerzen auf oder tritt auch nach einigen Tagen noch keine Verfärbung ins grünlich-gelbe auf, sollte der behandelnde Arzt den Verlauf des Blutergusses nach der OP fachlich beurteilen
  • In vielen Fällen können kühlende und abschwellende Salben erste Linderung verschaffen, diese sollten jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden

 

Warum entsteht ein Bluterguss nach einer Operation?

Gelangt aus den Adern ausgetretenes Blut in das Gewebe, entstehen sogenannte „blaue Flecken“. Mediziner sprechen von einem Bluterguss. In den meisten Fällen verblassen Blutergüsse nach einigen Tagen, je nach Ausprägung, von alleine wieder.

Während einer Operation kommt es vermehrt zu Blutungen. Auch Nachblutungen sind häufig die Folge. Dies begünstigt die Bildung oft größerer Blutergüsse. Nach einer OP können daher Blutergüsse auftreten, die größer sind, als wir es von alltäglichen Prellungen oder Stürzen gewohnt sind.

Um großen Blutergüssen vorzubeugen, legen die operierenden Ärzte meist bereits während der OP sogenannte Drainagen, die den Abfluss von Blut, Wundsekret und Lymphflüssigkeit unterstützen.

Auch Nachblutungen können so schneller erkannt und lokalisiert werden. Trotzdem gehört ein Bluterguss nach einer OP fast immer dazu und ist erstmal harmlos. Wichtig ist es, den Bluterguss nach einer OP gut zu beobachten. Bei größere Eingriffen gehört dies zur Nachsorge und Wundkontrolle, die im Krankenhaus durchgeführt wird.

Bluterguss nach Operation – was ist zu tun?

Werden Betroffene direkt nach der OP nach Hause entlassen, wie es bei vielen kleineren Eingriffen üblich ist, ist es notwendig den Bluterguss, der sich auf Grund des Eingriffs gebildet hat, genau zu beobachten.

Bereits nach einigen Tagen sollte sich der Bluterguss von blau ins grünlich-gelbe verfärben oder deutlich blasser und weicher werden. Geschieht das nicht, sollten Betroffene den nachbehandelnden Arzt darauf aufmerksam machen.

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Blutergüsse können nämlich auch einen Entzündungsprozess begünstigen, wenn zum Beispiel Keime über die Wunde eindringen. Die Inaugenscheinnahme des Blutergusses nach einer OP gehört zu einer guten Nachsorge beim Hausarzt ebenso dazu, wie die Wundkontrolle und das Ziehen der Fäden.

Nach einer OP tut die operierte Stelle und auch ein frischer Bluterguss erstmal weh. Der Bluterguss ist meist 48 Stunden nach der OP am größten und geschwollen. Diese Schwellung sollte dann rasch abnehmen und sich täglich bessern.

Wird sie wieder stärker und treten zusätzlich Schmerzen auf, kann dies ebenfalls auf eine Entzündung hindeuten. Das rasche Aufsuchen eines Arztes ist dann notwendig, denn: Der behandelnde Arzt muss dann fachlich entscheiden, ob weitere Maßnahmen wie eine Punktion des Blutergusses, das Legen einer Drainage oder gar eine operative Entfernung des Blutergusses notwendig sind. Diese Eingriffe sind aber meistens nicht notwendig.

Trotzdem kann der Arzt helfen: Auch kühlende und abschwellende Salben können Abhilfe verschaffen, diese werden ebenfalls vom behandelnden Arzt verschrieben. Sind noch Präparate von vorherigen Operationen zuhause vorhanden, sollten diese auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Operateur verwendet werden.

Auch das Kühlen mit Kühlpads kann bei einem Bluterguss nach einer OP helfen. Durch die Kühlung ziehen sich die Gefäße zusammen, dieser Prozess beschleunigt die Heilung.

Bluterguss nach OP – wie lange kann es dauern, bis sich der Bluterguss aufgelöst hat?
Ein normaler blauer Fleck, den man sich bei einem Sturz oder durch einen Stoß zugezogen hat, ist meistens nach einer Woche verschwunden.

Ein Bluterguss nach einer OP erinnert meist deutlich länger an den Eingriff. Immerhin ist eine tief liegende Verletzung für die Blutung, die zu dem Bluterguss geführt hat, dafür verantwortlich. Der Bluterguss nach einer OP ist daher meist nicht oberflächlich, sondern auch tiefer im Gewebe liegend.

Bevor er ganz verschwunden ist, kann es daher mehrere Wochen dauern, weshalb Betroffene auch bei stetiger Besserung Geduld haben müssen, bevor der Bluterguss ganz verschwunden ist.

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