Schwangerschaft Toxoplasmose Untersuchung

Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft auf Toxoplasmose

 Toxoplasmose durch rohes Fleisch oder Katzenkot

Nach Feststellung einer Schwangerschaft unterzieht sich die werdende Mutter in regelmäßigen Abständen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt. Im Rahmen derer finden verschiedene, durch die Mutterschaftsrichtlinien vorgeschriebene, teils freiwillige Bluttests statt. So lassen sich mögliche Risikofaktoren für das ungeborene Kind erkennen und behandeln. Dazu gehören Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft auf Toxoplasmose. Diese Infektionskrankheit überträgt sich beispielsweise durch rohes Fleisch oder Wurst, Katzenkot oder durch ungewaschene Früchte. Bei einer Ansteckung des Babys im Mutterleib kann es zu massiven Schäden kommen.

Blutröhrchen

Blutprobe © Shawn Hempel – Fotolia.com

 

Toxoplasmose diagnostizieren und behandeln lassen

Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft auf Toxoplasmose sind zwar nicht verpflichtend, aber zu empfehlen. Überträgt sich die Infektion auf das Kind, kommt es zu starken Schädigungen oder schlimmstenfalls zu einer Fehl- oder Totgeburt. Stellt der Arzt die Erkrankung bei der schwangeren Frau fest, erfolgt eine medikamentöse Behandlung mit Pyrimethamin und Folsäure sowie Antibiotika, um das Risiko einer Übertragung zu vermeiden. Gesunde Frauen beugen einer Ansteckung vor, indem sie rohes Fleisch und Wurst meiden, auf eine gute Küchenhygiene achten und die Katzentoilette jemand anderes säubert.

 

Bluttest in der Schwangerschaft auf Toxoplasmose

Etwa ein Drittel aller schwangeren Frauen sind immun gegen Toxoplasmose, da sie die Erkrankung, die sich nicht immer durch spezifische Symptome äußert, bereits hatten. Für den Rest besteht ein Risiko, sich kurz vor oder während des Austragens ihres Babys zu infizieren. Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft auf Toxoplasmose sind nicht verpflichtend und bezahlt die Krankenkasse nicht in jedem Fall. Es empfiehlt sich dennoch, den Test durchführen zu lassen.

Steckt sich das ungeborene Kind im Mutterleib an, ist mit erheblichen Risiken zu rechnen. Schädigungen des Zentralnervensystems und der Organe, Verkalkungen im Gehirn, Krampfanfälle oder eine Frühgeburt zählen zu den möglichen Auswirkungen einer Ansteckung. Das Baby kommt möglicherweise blind oder mit einem Wasserkopf zur Welt. Im schlimmsten Fall führt eine Toxoplasmose zu einer Fehl- oder Totgeburt. Das Risiko einer Infizierung des Kindes liegt im ersten Trimester der Schwangerschaft bei 17, im zweiten bei 24 und im letzten Drittel bei 64 Prozent.

 

Diagnose von Toxoplasmose

Die Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft auf Toxoplasmose verlaufen wie jede andere. Der Arzt entnimmt möglichst früh nach Feststellung der Gravidität eine Blutprobe, die er ins Labor schickt. Mit einem Antikörper-Suchtests lässt sich die Diagnose stellen. Nicht in jedem Fall kommt es zu einem eindeutigen Ergebnis. Besteht zumindest ein Verdacht auf eine Infektion, folgen diesem weitere Untersuchungen. Sie dienen der Feststellung des Zeitpunkts der Ansteckung. Ist klar, dass eine Erkrankung an Toxoplasmose vorliegt, beginnt die Therapie. Bei nicht infizierten Frauen empfiehlt es sich, die Untersuchung alle acht Wochen zu wiederholen.

 

Behandlung von Toxoplasmose während und nach der Schwangerschaft

Ist die schwangere Frau sonst gesund, verläuft die Erkrankung an Toxoplasmose in der Regel ohne Symptome und für sie harmlos. Eine Behandlung ist aufgrund der Schwangerschaft und des Ansteckungsrisikos für das Baby dennoch notwendig, um schwerwiegende Schäden zu vermeiden.

Zur Therapie von Toxoplasmose erfolgt die Gabe einer Kombination aus Pyrimethamin und Folsäure. Die Einnahme eines Antibiotikums mit dem Wirkstoff Sulfonamid ist ebenfalls möglich. Sie alle dienen dazu, den Stoffwechsel der Parasiten, welche die Erkrankung auslösen, zu hemmen. Die Folsäure stärkt das Knochenmark, auf das sich die beiden anderen Wirkstoffe möglicherweise negativ auswirken. Mindestens vier Wochen lang erfolgt die Behandlung.

 

Die medikamentöse Therapie verhindert in der Regel die Übertragung der Infektion auf das ungeborene Kind. Der Erfolg zeigt sich erst nach der Geburt. Steckte sich das Baby an, zeigen sich die Symptome bei und kurz nach der Geburt zunächst nicht. Erst später, beispielsweise nach mehreren Jahren, zeichnen sich möglicherweise Spätfolgen und Schädigungen ab

 

Vorbeugung gegen Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Einer Infizierung mit Toxoplasmose beugen gravide Frauen vor, indem sie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen. So gilt es, die Erreger übertragende Produkte zu meiden. Zum einen verzichten Schwangere auf den Verzehr von rohem Fleisch und roher Wurst. Auch das Abschmecken gehört dazu. Fleischgerichte nehmen sie nur gut durchgebraten zu sich.

In der Küche achten schwangere Frauen auf besondere Hygiene. Geräte und Utensilien, die mit rohem Fleisch in Berührung kamen, spülen werdende Mütter gründlich. Salat, Obst und Gemüse waschen sie ebenfalls gut, da sich die Erreger auch über die Erde verbreiten. Deshalb sind Gartenarbeiten entweder zu vermeiden oder mit Handschuhen durchzuführen.. Katzenbesitzerinnen überlassen die Reinigung der Katzentoilette lieber einer anderen Person. Eine besonders gründliche Säuberung ist zu empfehlen, um sich nicht über den Urin oder Kot des Tieres zu infizieren.


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