Venen (Blutadern) – Blutgefäße des Blutsystem

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Die Rolle der Venen im Blutkreislauf

Die Gefäße des Blutkreislaufs unterteilen sich in Arterien und Venen – diese sind Arten der menschlichen Blutgefäße. Letztere sind für den Rückweg des Blutes zum Herzen zuständig. Das sauerstoffarme Blut, welches sie transportieren, ist dunkler als das sauerstoffreiche, für dessen Transport die Arterien zuständig sind.

Die Vene im Körper

 

Venen – Blutadern unter der Haut

Die blaue Erscheinung von dicht unter der Haut liegenden Venen steht nicht mit der Sauerstoff-Sättigung in Zusammenhang.

Der Grund dafür ist, dass langwelliges rotes Licht tiefer in das Gewebe eindringt. Die dunkelrote Farbe des Blutes absorbiert es. Kurzwelliges blaues Licht reflektiert das Blut. Daher sehen die dicht unter der Haut liegenden Gefäße blau aus.

Der Blutdruck von Venen ist deutlich niedriger, als der von Arterien. Zusammen mit den Venolen und Kapillaren gehören sie zum Niederdrucksystem der Blutbahn. Anders, als bei Arterien, unterstützt sie das Herz nicht mit seiner Pumpkraft den Blutfluss. Diese Gefäße verlaufen größtenteils parallel zu Arterien. Auffallend ist, dass es im Körper deutlich mehr Venen als Arterien gibt. Die Venenwände sind dünner und können daher nicht dem Blutdruck der Arterien standhalten.

Wichtige Venen des Körpers

Die untere und obere Hohlvene sind die Bedeutungsvollsten im Blutkreislauf. Sie leiten das gesamte venöse Blut zum Herzen. Sie sind deutlich größer als der Rest. Parallel zu den Hohlvenen verläuft das Heimazygos- und Azygos-System. Sie stellen ein zweites Abflusssystem für das nun sauerstoffarme Blut dar. Entstehen Engstellen der Hohlvenen, umgeht das Blut diese. Eine weitere bedeutende Vene ist die Pfortadervene. Die in den Organen frisch aufgenommenen Nährstoffe verwertet die Leber auf diese Weise direkt.

Aufbau der Venen

Die Venenwand ist, typisch für Blutgefäße, in drei Schichten unterteilt:

  • Intima, die innere Schicht – sie ist der von Arterien sehr ähnlich.
  • Media, die mittlere Schicht – sie ist dünner, als bei den Arterien. Je weiter weg sich die Vene vom Herzen befindet, desto dicker ist aufgrund des steigernden Blutdrucks die Media.
  • Adventitia, die äußere Schicht – sie ist die stärkste Schicht des Gefäßes.

Die Ausprägung der Schichten ist schwächer, als bei Arterien.

Die Venenwände sind dünner, als die der Arterien, bekommen aber ihre Spannkraft durch die Muskelschicht. Unnachgiebige Bindegewebs-Fasern in der Wand schützen das Gefäß vor Überbelastungen. Kleine und dünne Venen tragen auch den Namen Venolen. Diese sind die Verbindungs-Stücke zwischen Venen und Kapillaren.

Wie leiten sie Blut zum Herz?

Das Blut gelangt durch die Venen zurück zum Herz. Vor allem die Beinvenen leisten hierbei Schwerstarbeit, da sie die Schwerkraft überwinden müssen. Die Muskel-Venen-Pumpe sorgt für den nötigen Blutfluss. Bewegung betätigt die Wadenmuskeln, wobei die Muskelbäuche ihr Volumen vergrößern und die Venen zwischen den Muskeln zusammendrücken. Folglich hat das Blut weniger Platz, den es entgegen der Schwerkraft wiederfindet.

Klappen unterstützen die Wirkung der Muskel-Venen-Pumpe. Sie befinden sich an zwei gegenüberliegenden Stellen und funktionieren wie Rückschlagventile. Fließt das Blut in Richtung Herz, drücken sich die Kappen an die Gefäßwand und lassen es passieren. Fließt das Blut zurück, verschließen die Kappen die Vene und verhindern einen Blutrückfluss. Venen können zwei bis 20 Venenklappen enthalten. Sind die Muskeln nicht mehr angespannt, entsteht ein Sog, der weiteres Blut in die Venen leitet.

Die Ventilklappen der Gefäße können durch Verletzungen oder Entzündungen zerstört, beziehungsweise in ihrer Funktion beeinträchtigt sein. Das Blut wird durch die Arbeit der Beinmuskeln nicht mehr in Richtung des Herzens, sondern zum Teil in die subkutanen Venen geleitet. Die Folge ist eine Überbelastung des oberflächigen Venennetzes.

 

Tiefe und oberflächige Venen

Die tiefen Venen liegen weit in der Muskulatur von Ober- und Unterschenkel. Sie befinden sich nah am Knochen und besitzen sehr elastische Gefäßwände. Sie leiten 90 Prozent des Blutes zurück zum Herzen. Neben dem Rücktransport von Blut ist ihre zweite Aufgabe die Aufbewahrung von großen Blutreserven. Sie besitzen eine Speicherkapazität von fünf bis sieben Litern Blut.

Oberflächige Venen liegen dicht unter der Haut und bilden ausgeprägte Netze. Über Verbindungsvenen leiten sie das Blut aus den oberen Hautschichten in das tiefe Venensystem.

Die Rolle der Vene tritt häufig, aufgrund der als wichtiger erscheinenden Arterien, in den Hintergrund. Sie sind jedoch ein nicht minder wichtiger Teil des Blutkreislaufes und müssen täglich hohe Leistungen vollbringen.

 

Lizenzen und weiterführende Literatur:

http://www.ofa.de/de-DE/gesundheitswissen/venenwissen/das-venensystem/?id=15650

veröffentlicht von Redaktion: Anna Nilsson

© ap_i – Fotolia.com

 

Autorenprofil

Gesundheitsredaktion

Anna Nilsson, Journalistin, und Medizinredakteurin seit 2001, medizinische Angestellte. verfasst medizinjournalistische Artikel unter anderem im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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