Blut im Bauchnabel – Ursachen und Fakten

Wenn der Bauchnabel blutet, nässt und schmerzt

Wenn der Nabel juckt, blutet oder nässt handelt es sich meist um die äußeren Anzeichen einer Entzündungen im Bauchnabel. Wobei es sich doch um eine Vertiefung im Körper handelt, in der sich Bakterien und Keime sehr wohl fühlen. Finden Sie zum Beispiel Blut im Bauchnabel, kann es sich um eine Infektion oder Entzündung handeln, aber auch um Pilze und Viren, die sich hier angesiedelt haben. Was Sie am besten bei Blut im Bauchnabel tun sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Blut im Bauchnabel

Blut im Bauchnabel, was tun Urheber: 20er / 123RF

 

Was ist die Ursache für Blut im Bauchnabel?

Die Ursachen für eine Entzündung des Bauchnabels kann gleich mehrere Ursachen haben. Wir haben es hier nicht mit der klassischen Bauchnabelentzündung wie bei Babys und Neugeborenen zu tun, denn hier handelt es sich zumeist um eine Wunde, die indes desinfiziert wird.

Der erwachsene Bauchnabel ist vollkommen zugewachsen und neigt eigentlich nicht so leicht zu Entzündungen. Einzig und allein wenn kleinere Schmutzpartikel, Staub und Reste hineingelangen und sich dort ablagern, kann sich das Ganze in Verbindung mit Pilzen, Bakterien und Viren entzünden.

 

Nässender Nabel

Schlussendlich kann sich ein Pickel und ein kleiner Abszess im Inneren des Nabels absetzen und zu einer lokalen Entzündung führen. Wenn es möglich ist, sollten Sie sich vor den Spiegel stellen und ausgiebig den Bauchnabel betrachten, ohne daran zu ziehen und zu drücken. Haben Sie einen Abszess oder einen Eiterpickel im Inneren entdeckt oder fühlen Sie sogar einen Fremdkörper oder einen blauen Fleck sowie eine Verhärtung im Inneren des Bauchnabels? Gehen Sie sicherheitshalber zum Arzt. In seltenen Fällen kann dies sogar ein Insektenstich sein, der sich im Nachhinein entzündet hat. Gerade wenn Sie den Tag in Badehose oder Bikini am Badesee verbracht haben, kein seltener Fall, der zu einer Blutung im Bauchnabel führen kann.

Grundsätzlich ist eine leichte Rötung und etwas Blut im Bauchnabel noch kein Grund zur Panik. Wenn dies nicht mit starken Schmerzen verbunden ist, sollten Sie den Bauchnabel über den nächsten Tag beobachten. Stellen sich dann keine wesentlichen Verbesserungen ein, sollte auch ein Arzt draufschauen.

 

Blut im Bauchnabel, ist das gefährlich?

Tatsächlich können sich die Bakterien und die Pilze bis in das Blut vorkämpfen. So kann es zu einem doch recht gefährlichen Zustand kommen, gerade wenn Sie das Blut im Bauchnabel unbehandelt lassen. Wir raten Ihnen auf jeden Fall, bei

  • ungewöhnlichen Verformungen,
  • Entzündungen,
  • Rötungen,
  • bei Blut und Eiter im Bauchnabel

 

auf jeden Fall einen schnellen Termin beim Hausarzt zu vereinbaren. Er wird eine Antibiotikakur und eine antibakterielle Salbe verschreiben.

 

Handelt es sich um eine fortgeschrittene Entzündung, die in die Nähe des Bauchfells gerät, muss die betroffene Person ins Krankenhaus. In seltenen Fällen ist ein Bauchnabel nicht vollständig verschlossen, so dass die Bakterien und Pilze in den Körper eindringen. Die Ärzte verschreiben in diesem Fall auch ein antibakterielles Spray und spezielle Pflegeprodukte, die man beim Duschen und beim Baden anwenden soll.

 

Wie kann man Blut im Bauchnabel vorsorgen?

Gerade bei übergewichtigen Personen kann es zu diesem Problem kommen, denn dann reicht der Bauchnabel sehr weit in den Körper hinein und bildet eine lange, schlauchförmige Höhle. Wenn man den Nabel in der Reinigung vernachlässigt, kann sich infolge einer bakteriellen Infektion schnell Blut im Bauchnabel einstellen. Die beste Vorsorge ist eine gründliche Hygiene und eine regelmäßige Kontrolle des Bauchnabels. Dabei sollte man nicht einfach mit dem Finger darin herumstochern, sondern lediglich mit einem Wattepad ganz vorsichtig den Bauchnabel reinigen.

Auf diese Weise haben Sie die Gelegenheit, es erst gar nicht zu einer Entzündung kommen zu lassen und die Bakterien und Pilze zu entfernen. Sorgen Sie dafür, dass der Bauchnabel immer trocken ist und sich darin kein Wasser ansammelt. Denn wie wir wissen, fühlen sich gerade Keime und Bakterien in einem feuchten und warmen Milieu besonders wohl.

 

Was sind die Folgen von inneren Entzündungen im Bauchnabel?

Eigentlich können Sie allerlei Entzündungen im Bauchnabel selbst vor dem Spiegel erkennen. Ziehen Sie nicht zu kräftig an dem Bauchnabel herum. Gerade wenn Sie einen Druckschmerz bemerken – auf keinen Fall selbst Hand anlegen! Hier kann eine innere Entzündung oder ein Insekt vorliegen, der unbedingt ärztlich behandelt werden muss.

Antibiotika, Salben oder Sprays bilden eine sinnhafte Behandlung, die den Infekt innerhalb weniger Wochen in den Griff bekommt. Nutzen Sie die Möglichkeit und lassen Sie sich ausgiebig beraten zu unterschiedlichen Behandlungsmethoden. Versuchen Sie den Termin mit dem Hausarzt nicht auf die lange Bank zu schieben, denn über Verschlüsse und Eitereinlagerungen kann es zu sehr unangenehmen Schmerzen und Begleiterscheinungen kommen.

 

Eiterpickel, Zyste oder Entzündung im Bauchnabel?

Gerade wenn es sich um eine oberflächliche Entzündung der Haut handelt, um eingewachsene Haare, um Zysten oder eitrige Abszess, reagieren wir unterschiedlich darauf. Auch wenn es noch so verlockend ist, raten wir Ihnen davon ab, eine Entzündung oder einen großen Abszess im Inneren des Bauchnabels selbst auszudrücken.

 

Sie riskieren eine weitere Entzündung. Viel sinnvoller wäre es, diesen Bereich gründlich von einem Arzt entfernen zu lassen und dann mit einem antibakteriellen und desinfizierenden Sprays zu versehen. Die Abnahme einer Gewebeprobe wird nicht von Nöten sein. Zumeist heilen die entzündeten Stellen in den nächsten Tagen und Wochen aus. Wobei Sie gerade beim Baden und Duschen den Bauchnabel so gründlich wie möglich trocknen sollten.

 

Was ist eine Nabelendometriose?

 

Hier haben wir es mit einer rein weiblichen, östrogenabhängigen Erkrankung zu tun. Aufgrund aktueller Statistiken geht man davon aus, dass ca. 10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 50 unter dieser Erkrankung leiden. Hier entwickeln sich direkt am Bauchnabel zumeist kleinere Knubbel, die wiederum eine glitschige Flüssigkeit absondern.

Betroffene sollten sich sofort in ärztliche Behandlung begeben und die betroffene Stelle operativ behandeln lassen. Diese Erkrankung ist ein Beweis mehr, warum Sie Blut im Bauchnabel nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten und dies auf jeden Fall von einem Hausarzt oder Frauenarzt behandeln lassen.

 

Zunächst reicht es aus, einen schnellen Termin beim behandelnden Hausarzt zu vereinbaren. Dieser wird sie gegebenenfalls zum Frauenarzt überweisen.

Fazit: Was tun beim blutenden Bauchnabel?

 

Zusammenfassend ist der Bauchnabel eigentlich kein Körperteil, aus dem wir bluten. So stellt das Blut im Bauchnabel einen ungewöhnlichen Befund dar, den Sie sicherheitshalber von einem Arzt behandeln lassen. Beobachten Sie die blutende Stelle über die nächsten ein bis zwei Tage. Sollte sich dann keinerlei Verbesserung ergeben haben, gehört der blutende Bauchnabel unbedingt in ärztliche Behandlung.

Lassen Sie den Bauchnabel auf keinen Fall mit anderen Stoffen oder Schmutzpartikeln in Berührung kommen. Bedenken Sie, dass der Bauchnabel eine dunkle und warme Höhle ist, in der sich auch Bakterien und Pilze wohl fühlen. So liegt in den meisten Fällen eine Pilzinfektion vor, die sich schlimmstenfalls auch auf das Bauchfell und bei einem inneren offenen Bauchnabel auf das Blut übertragen kann. Von daher ist mit einem blutenden Bauchnabel keinesfalls zu spaßen. Sie sollten schnellstmöglich eine Behandlung einleiten, um diesem Zustand entgegenzuwirken.

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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