Werte der Blutarmut

Welche Blutwerte weisen auf eine Anämie hin?

Eine Blutarmut (Anämie) beschreibt eine verminderte Zahl an roten Blutzellen. Spezielle Werte bei der Blutarmut weisen eindeutig auf den Mangel an Erythrozyten hin. Der Arzt nimmt bei den Patienten eine Blut-Untersuchung vor. Bereits in einem großen Blutbild erkennt er, dass die roten Blutkörperchen unterhalb des Normwertes liegen.

Blutzellen transportieren den Sauerstoff

Es existieren bei der Blutarmut Werte, auf die der behandelnde Arzt im Besonderen achtet. Dazu gehören vorrangig die roten Blutzellen. Die Erythrozyten zeigen sich bei den Betroffenen unterhalb des normalen Wertes. Frauen mit Anämie besitzen einen Erythrozyten-Wert von unter 4,3 Millionen Stück pro Mikroliter Blut. Stellen die Mediziner bei Männern eine Blutarmut fest, präsentiert sich ein Wert von unter 4,8 Millionen roter Blutzellen pro Mikroliter Blut.

Das Hämoglobin stellt ebenfalls einen ausschlaggebenden Wert bei der Blutarmut dar. Die Konzentration sinkt ebenso wie die roten Blutkörperchen. Zwischen beiden Werten besteht ein enger Zusammenhang. Die Erythrozyten verantworten im Körper die Produktion des Blutfarbstoffs. Frauen, bei denen sich eine Anämie abzeichnet, verfügen über einen Hämoglobinwert von unter zwölf Gramm je Deziliter Blut. Bei Männern beträgt der Wert ausschließlich 13 Gramm pro Deziliter Blut.

 

Die bedeutende Rolle des Hämatokrits

Neben den roten Blutzellen und dem Hämoglobin erhält bei der Anämie der Hämatokrit eine hohe Bedeutung. Dabei handelt es sich um die festen Bestandteile im gesamten Blut. Bei einer Blutarmut sinkt der Hämatokrit-Wert einer weiblichen Patientin auf unter 38 Prozent. Bei den männlichen Betroffenen liegt er bei weniger als 42 Prozent.

Zudem untersuchen die Ärzte andere Werte, die für eine korrekte Diagnose eine wichtige Rolle spielen. Hierzu gehört das Ferritin, das körpereigene Eisen. Mangelt es dem Organismus an diesem Ferroprotein, leiden die Betroffenen an einer Eisenmangel-Anämie. In diesem Fall reicht eine Untersuchung der roten Blutzellen nicht aus, um die Ursache der Erkrankung festzustellen.

Weisen die Werte auf eine Blutarmut hin, kommen ausschließlich in speziellen Fällen Therapien zum Einsatz. Dies geschieht, wenn die Patienten unter durch die Anämie ausgelöste allgemeine Krankheits-Symptomen leiden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Unwohlsein,
  • Krämpfe,
  • Bauchschmerzen,
  • Fieber
  • und Schwindel.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie veröffentlichte in einer Pressemitteilung, dass eine Anämie für den Betroffenen ein gesundheitliches Risiko darstellt. (http://dgk.org/pressemitteilungen/2013-esc-congress/2013-esc-aktuelle-pm/tag1/sterblichkeit-anamie-ist-unabhangiger-risikofaktor/) Sie belegt dies mit in 2013 auf einem Kongress des ESC (Europäische Gesellschaft für Kardiologie) präsentierten Daten aus der Studie „Study of Health in Pomerania“.

 

Die Blutwerte bei Anämien zusammengefasst

Leiden Patienten unter einer Blutarmut, weisen spezielle Werte auf diese Erkrankung hin. Hierbei spielt besonders das Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff, eine große Rolle. Mit ihm in Zusammenhang steht der Wert der roten Blutkörperchen, der Erythrozyten.

weiterlesen: Symptome der Blutarmut


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