Welcher Blutwert zeigt eine Schwangerschaft an?

Der sichere HCG-Blutwert – Indikator bei Schwangerschaft

Wünschen sich Frauen ein Baby, stellen sich im Vorfeld einige Fragen. Vorwiegend bei einer Untersuchung beim Arzt verlangen die Patientinnen, zu wissen: Welcher Blutwert zeigt eine Schwangerschaft an? Ein relevanter Faktor während einer Gravidität ist der Wert HCG, wobei es sich um das humane Choriongonadotropin handelt. Das Hormon sorgt dafür, dass der Körper der Mutter den Säugling versorgt.

Blutbild

Blutbild und Werte – fotolia.com | Urheber: countrypixel

 

 

Welcher Blutwert zeigt Schwangerschaft an? – die Zusammenfassung

Trägt eine Frau neues Leben in sich, wünscht sie sich in der Regel nur das Beste für das ungeborene Kind. Dabei stellt sich bereits bei der ersten Untersuchung beim Mediziner eine entscheidende Frage: Welcher Blutwert zeigt Schwangerschaft an? Hierbei präsentiert sich die Antwort in Form des relevanten Hormons HCG. Die Aufgabe der wichtigen Substanz besteht darin, den schwangeren Zustand der Patientin aufrechtzuerhalten.

 

Was stellt der HCG-Blutwert dar?

Unter der Abkürzung HCG verstehen die Ärzte das humane Choriongonadotropin, was als körpereigenes Hormon besteht. Dieser Wert stellt die Antwort auf die Frage dar: Welcher Blutwert zeigt eine Schwangerschaft an? Daher besteht die Notwendigkeit, die Konzentration des Hormons während der Entwicklung des Embryos regelmäßig zu kontrollieren. Um dies zu gewährleisten, nehmen die behandelnden Frauenärzte Blutproben von ihren Patientinnen.

Innerhalb des ersten Drittels der Schwangerschaft erreicht der Blutwert HCG seinen Höhepunkt. In diesem Zeitraum entscheidet sich, ob der Körper der werdenden Mutter das ungeborene Baby ernährt und somit am Leben erhält. In einem regulären Schwangerschaftstest befinden sich Bestandteile des humanen Choriongonadotropins. Scheidet die Verwenderin zusammen mit dem Harn das Hormon aus, präsentiert der Stäbchentest ein positives Ergebnis.

Wie entsteht der Blutwert HCG?

Innerhalb von sieben Tagen nach der Befruchtung kommt es zu der Einnistung einer Eizelle in die Gebärmutter. In dem Zusammenhang entsteht eine Keimblase, aus deren Gewebe sich im Verlauf des ersten Monats der Embryo und die Plazenta entwickeln. Ein Teil der Blastozyste sorgt für die Produktion des Hormons HCG, um eine Versorgung mit der im Eierstock gebildeten Gelbkörper zu sichern. In der Fachsprache nennen sich die relevanten Elemente Corpus luteum.

Erst ab der 16. Woche der Schwangerschaft verliert das Hormon HCG an Bedeutung, da die Schleimhaut der Gebärmutter über ausreichend Stabilität verfügt. Als Peptidhormon besteht das humane Choriongonadotropin aus zwei verschiedenen Untereinheiten. Beide treten in den ersten zehn Tagen der Schwangerschaft auf und spielen für die Entwicklung des Kindes eine bedeutende Rolle.

Daher misst der Mediziner den HCG-Wert regelmäßig, um seine Konzentration im Blut zu überprüfen. In den ersten Wochen nach der Befruchtung steigt der entsprechende Hormonspiegel deutlich an, wobei er sich in der siebten Woche der Schwangerschaft verdoppelt. Ab der zwölften Woche liegt die Konzentration des HCG bei 50.000 bis 100.000 Internationale Einheiten innerhalb eines Liters Blut. Für einen gemessenen Wert unterhalb der Grenze, bestehen folgende Gründe:

  • eine fehlerhafte Berechnung der Schwangerschaftswoche,
  • eine Extrauterin-Gravidität,
  • eine drohende Fehlgeburt
  • oder eine Frühgeburt.

 

Wann ist der HCG-Wert erhöht?

Zu einer Steigerung der Hormon-Konzentration kommt es bei einer Mehrlings-Schwangerschaft. Zudem besteht die Möglichkeit, dass bestimmte Impfstoffe das HCG beinhalten, um bösartige Tumore innerhalb des Körpers zu bekämpfen. Kritiker der Impfung befürchten – ähnlich wie bei der Tetanus-Impfung – dass die Injektion Unfruchtbarkeit bewirkt. Bereits im Jahr 1994 führte der Forscher G. P. Talwar die Studie „A vaccine that prevents pregnancy in women“ durch.

 

weiterführend:

http://www.pnas.org/content/91/18/8532.full.pdf

 


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